Materialien

Für die Akustikbeschichtung wird eine Beschichtungsmasse mit guten akustischen Dämmwerten benötigt, die in der Luftschalldämmung und Körperschalldämmung Anwendung findet.

Die Gängigsten, die wir innerhalb der Fertigungsprozesse verwenden, sind:

1K-Material

Eine wässrige Kunststoffdispersion, wie etwa Collophon 507, kommt zur Entdröhnung zum Einsatz, zum Beispiel in Auto, Caravan und Boot sowie bei Haushaltsgeräten (insbesondere bei Großgeräten). Weitere Einsatzgebiete sind im Heizungsbau (in der Brennerhaubenbeschichtung) und in der Lüftungstechnik vorzufinden.

Die Materialien können Temperaturen ab -30°C und bis zu 140 oder kurzzeitig auch 150°C standhalten. Die schwarze Antidröhnmasse hat eine Trockenfilmdichte von etwa 1,2g/cm³. Je nach gewünschter Auftragsdicke können Körperschall-Verlustfaktoren nach Oberst (DIN 53440, ersetzt durch DIN EN ISO 6721) von 0,1 bis 0,3 erzeugt werden. In der Regel empfindet man einen Verlustfaktor von 0,1 als ausreichend.

2K-Material

Ein nichtschäumendes (lösungsmittelfreies) Polyurethan-Material, wie etwa BariPur 3115, das mit mineralischen Füllstoffen kombiniert ist, findet zur Antidröhnbeschichtung Anwendung. Es wird sowohl für die Automobilindustrie, zur Beschichtung von Motor- und Getriebegehäusen und Anbauteilen als auch zur Dämpfung verwendet.

Dabei kann das Material Temperaturen von 140°C standhalten. Die ebenfalls schwarze Masse besitzt ein Raumgewicht von 2,0 bis 2,3 g/cm³. Zu den hervorstechenden Eigenschaften zählt die Resistenz gegen Steinschlag, Spritzwasser, Streusalz, Diesel, Benzin, Öl und Frostschutz. Bei Kaltreiniger und Batteriesäure kann ein leichtes Anquellen (bei 24 stündiger intensiver Benetzung) vorkommen.

 

Möchten Sie, dass zur Akustikbeschichtung weitere oder andere Materialien verwendet werden, können wir eine optimale Zusammenstellung und Nutzung in einem Beratungsgespräch erarbeiten.
Durch die Kooperation mit verschiedenen Partnern und Zulieferern sowie mithilfe eines Probelaufs können wir Beschichtungsmuster bereitstellen, um die Langlebigkeit der verwendeten Materialien zu testen und analysieren, ob das angedachte Material den gewünschten Zweck erfüllt und ob dieses sich innerhalb unserer Prozesse integrieren lässt.